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Dokument: Wilsdruffer Land > Ortschaften > Braunsdorf

Ortsteil Braunsdorf

Wappen BraunsdorfBraunsdorf wurde erstmalig 1411 im Zusammenhang mit einem Lehensbrief für das Rittergut urkundlich erwähnt. Der Ortsname ist offensichtlich auf den Gründer des Hofes und Vorwerkes, einen "Brun" = Bruni, Bruno, zurückzuführen. Das Rittergut bestimmte bis 1945 maßgeblich das Leben und die dörfliche Entwicklung. Es wurde bei der Bodenreform aufgeteilt und an landarme und Neubauern vergeben. Schon in früheren Zeiten bestanden enge Bindungen mit Kesselsdorf durch die Kirchgemeinde und die Schule. 1802 erfolgte die Ausschulung der Braunsdorfer Kinder von Kesselsdorf und eine eigene Schule wurde gebaut. 1973 vereinigten sich Braunsdorf, Oberhermsdorf und Kleinopitz zur Gemeinde Braunsdorf mit Ortsteilen. Seit 1976 existiert die eigene Schule nicht mehr.


 

Wirtschaft

Neben dem Rittergut, das für die Agrar-Produktion stand, gab es seit ca. 1620 ein Kalkwerk, welches bis 1964 betrieben wurde. Da jedoch beide nicht allen Einwohnern Beschäftigung bieten konnten, gab es bis ca. 1985 noch viele Bergleute, die in den Freitaler Steinkohlenschächten bzw. der Wismut AG arbeiteten. Nach 1945 wurde die Agrar-Produktion durch die Neubauern und später durch die LPG betrieben. Dazu entstand 1958 die Maschinen- und Landtechnik (KfL). Nach 1989 wurde dessen Aufgabe hinfällig und auf dem Gelände siedelten sich Klein- und Mittelbetriebe an.

Das Handwerk war in Braunsdorf zu allen Zeiten vertreten. So gab es zeitweilig zwei Bäckereien, zwei Gaststätten, zwei Fleischereien, Dachdeckerei, Elektroinstallateur, Fuhrbetriebe, Tischlerei, Sattlerei, Schlosserei, Schuhmacherei und vor allem die Schmiede.
 


 

Kultur

Braunsdorf hatte vor 100 Jahren einen Männergesangsverein, später einen gemischten Chor bis ca. 1970 und einen Theaterverein. Große Traditionen hatte der Arbeitersport und der Arbeiter Radfahrerbund.


 

Chronik

1411
Erste urkundliche Erwähnung des Ortes "Brunstorff" in einer Lehensurkunde des Landgrafs Friedrich von Thüringen.

1600
Um diese Zeit beginnt der Abbau im Braunsdorfer Dolomit-Kalk beim Rittergut.

1802
Trennung vom Kesselsdorfer Schulwesen und Bau des ersten eigenen Schulhauses.

1869
25. Februar: Einbruch der "Großen Binge", Kalkmeister Winkler versinkt mit dem gesamten Huthaus.

1871
Ein Großbrand vernichtet mehrere noch mit Stroh gedeckte Häuser.

1872
Das zweite Schulhaus wird errichtet und 1886 um einen Anbau erweitert.

1890
Gründung des Spritzenverbandes (Dorf und Rittergut) Braunsdorf (Feuerwehr).

1909
Bau und Inbetriebnahme einer eigenen Wasserversorgung.

1946
Auflösung des Rittergutes und Schaffung von Neubauernstellen.

1950
Im ehem. Herrenhaus des Rittergutes wird die dritte Schule eingerichtet. Gründung der Sportgemeinschaft SG Braunsdorf.

1952
Im Juli wird der neu erbaute Sportplatz eingeweiht. Im Oktober wird die Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft Typ III gegründet.

1953
Zusammenlegung der Schulen von Braunsdorf und Oberhermsdorf verwaltungsmäßig.

1955
Umbenennung der Sportgemeinschaft in "BSG-Traktor Braunsdorf".

1958
Die Motoren- und Traktorenstation (MTS) geht in Betrieb.

1965
Stilllegung und Schließung des Dolomit-Kalkwerkes in Braunsdorf.

1973
Die Gemeinden Braunsdorf, Oberhermsdorf und Kleinopitz schließen sich zur Gemeinde Braunsdorf mit Sitz in Oberhermsdorf zusammen.

1976
Das Schulgebäude in Braunsdorf wird geschlossen. Es gibt nur noch die Polytechnische Oberschule in Oberhermsdorf, die durch einen Anbau vergrößert wurde.

1990
Auflösung des "Kreisbetriebes für Landtechnik" (vormals MTS).

1990
Neugründung/Umbenennung der Sportgemeinschaft in SG 90 - Braunsdorf

1996
18. Februar: Großer Bruch im Schachtungsbereich des ehemaligen Kalkwerkes wurde bis November 1997 wieder verfüllt.

1998
Im April gibt es einen Brand am Haus Maxim-Gorki-Str. 11. Der Sachschaden ist beträchtlich - das Haus ins unbewohnbar, Menschen kamen nicht zu Schaden.

1999
Braunsdorf hat 174 Häuser und ca. 650 Einwohner.

2000
Im März wurde der 90-jährige "Alte Wasserbehälter" abgerissen. Im Juni begeht die "SG 90 Braunsdorf" mit einer Festwoche "50 Jahre Fußball in Braunsdorf". Im September erhält die "SG 90 Braunsdorf" das ehem. Landwarenhaus von der Gemeinde Kesselsdorf zur Nutzung als Vereinshaus.

2001
Das 1998 durch Brand beschädigte Haus wird durch einen neuen Besitzer wieder bewohnbar gemacht. Bei den Kommunalwahlen im Juni wurde gleichzeitig über eine Vereinigung mit der Stadt Wilsdruff abgestimmt. 67 % der Wähler entschieden sich dafür, in Braunsdorf selbst waren es 80 %. Am 30. Juni betrug die Einwohnerzahl 689. Seit 1. August gehört Braunsdorf als Ortsteil zu der Stadt Wilsdruff. Als Ortsvorsteher wurde Dieter Eilenberger gewählt.

2002
Bei dem Hochwasser im August wurde auch der Kindergarten "Spatzennest" erneut überflutet und beträchtlich geschädigt. Am 26. September wird mit dem Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses begonnen.

2003
Am 7. Juni wird das neu erbaute Feuerwehrgerätehaus zur Nutzung übergeben. Im Juni erscheint die "Heimatgeschichte Braunsdorf". Dieses Buch kann für 12 Euro plus Versandkosten bezogen werden beim Herausgeber Erhart Heinze, 01737 Braunsdorf, Tel. 035203 37214 oder E-Mail: e.heinze@onlinehome.de
Am 10. Juli wird die erneuerte Ortsverbindungsstraße nach Kesselsdorf eingeweiht.
Am 29. September beginnen die Erschließungs- und Bauarbeiten für einen neuen Kindergarten.

2004
Am 9. Januar begeht Paul Hamann (Lindenstr.) als erster Einwohner von Braunsdorf seinen 100. Geburtstag - leider verstirbt Paul Hamann schon am 31. Mai im Seniorenpark Kurort Hartha.
Im August wird Rainer Rechenberger zum neuen Ortsvorsteher gewählt.
Mit einem "Tag der offenen Tür" wird am 2. Oktober der neue Braunsdorfer Kindergarten eingeweiht - die Kapazität beträgt nun 57 Kindergartenplätze und 24 Krippenplätze.

2005    

Verkauf des ehemaligen Herrenhauses vom Rittergut  (Straße der LPG 2) an einen privaten Interessenten;

 

 

 

 

 

Auf der Maxim-Gorki-Straße und der Karl-Marx-Straße werden die Wasser- und Abwasserleitungen sowie andere Medien neu verlegt;

 

 

 

 

 

Am 22. Oktober begeht Frau Elisabeth Kleber geb. Erfurt ihren 100. Geburtstag und ist zugleich älteste Einwohnerin von Wilsdruff;

 

 

 

 

 

2006    

An der „Lindenstraße“ wird ein Kinderspielplatz mit Hilfe der Kommune durch die Eltern errichtet und eingeweiht;

 

 

Die Karl-Marx-Straße erhält eine neue Schwarzdecke;

 

 

Der ehemalige „Gasthof zur Sonne“ wird abgerissen;

 

 

Am Volkstrauertag wird das neugestaltete und erweiterte Kriegerdenkmal unter starker Anteilnahme in der Ortsmitte eingeweiht;

 

 

Frau Elisabeth Kleber begeht ihren 101. Geburtstag;

 

 

 

 

 

2007           

Zwischen Braunsdorf und Oberhermsdorf wird ein  Fußweg gebaut und eingeweiht welcher uneingeschränkte Zustimmung der Bürger findet;

 

 

Die Ortsverbindungsstraße Braunsdorf – Kleinopitz wird erneuert und ausgebaut, sie wird von den Verkehrsteilnehmern sehr gut angenommen;

 

 

Frau Elisabeth Kleber begeht  ihren 102. Geburtstag bei weiter bewundernswertem körperlichen und geistigem Zustand;

 

 

 

 

 

2008    

Die Fassade des ehemaligen Herrenhauses wurde durch den neuen Besitzer in anerkennenswerter Weise erneuert und passt wieder sehr gut in das Ortsbild,

es wird künftig das „Ärztehaus“ genannt;

 

 

 

 

 

Die Braunsdorfer Einwohnerin Kathleen Seifert wurde im Mai in die Frauen-Nationalmannschaft im Gehörlosen-Fußball berufen und im Juli bei der

Gehörlosen-Weltmeisterschaft in Patras (Griechenland) Vizeweltmeisterin.

Frau Elisabeth Kleber feiert ihren 103. Geburtstag.

 

 

 

 

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