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Dokument: Wilsdruffer Land > Ortschaften > Kleinopitz

Ortsteil Kleinopitz

Wappen KleinopitzEtwa Mitte des 14. Jahrhunderts erscheint erstmals der Name dieses Dorfes unter der Bezeichnung "Apatcz", gelegen am Nordrand des Erzgebirges in hügeliger Landschaft. Diese slawische Ortsbezeichnung wurde später Kleinopitz.

Das Rittergut bildete die Grundlage unserer Dorfentwicklung. Meist bürgerliche und teils auch adlige Besitzer waren seit seiner Entstehung hier ansässig. Erst mit dem Ende des 2. Weltkrieges endete diese Epoche. Bezeichnend ist, dass neben der rein ökonomischen Seite vor allem in den vergangenen Jahrhunderten das Rittergut Kleinopitz in der Gerichtsbarkeit für den Ort selbst und die umliegenden Ortschaften eine primäre Rolle spielte. Dies endete etwa Mitte des 19. Jahrhunderts.

Um etwa 500 Einwohner wohnten und wohnen hier. Zur weiteren Dorfentwicklung wurden vor etwa 450 Jahren fränkische Siedler durch Rittergutsbesitzer nach Kleinopitz gerufen. Es entstand der Ortsteil Schletta, der allerdings seit 1876 nicht mehr offiziell existiert.

Während also in den vergangenen Jahrhunderten die Landwirtschaft dominierte, ist es seit dem vorigen Jahrhundert Handel, Gewerbe und vor allem die Industrie, insbesondere der Bergbau, Stahlwerk (Freital) und andere Wirtschaftszweige, die Kleinopitz veränderten. Die ungünstige Weltwirtschaftslage veranlasste den letzten Rittergutsbesitzer Dr. phil. Böhme nach Silbererz zu graben, jedoch ohne Erfolg, um 1930.

Staatliche Reformen veränderten in der 2. Hälfte unseres Jahrhunderts die kommunalen Strukturen. Mit dem 1. Januar 1973 verliert Kleinopitz seine Selbständigkeit, es wird Ortsteil der Gemeinde Braunsdorf zusammen mit dem Ortsteil Oberhermsdorf.


Chronik

1349
Erste Erwähnung nach Lehnbuch Friedrich des Strengen als "Apacz" für heutiges Kleinopitz.

1817
31. Oktober: 300-Jahrfeier des Reformationstages, Pflanzung von 3 Linden zu Ehren von Martin Luther, Philipp Melanchton und Friedrich dem Weisen.

1824
Erste Schule (Mittelstraße, Wohnhaus Fam. Malucha)

1830
Juni: 300 Jahre Augsburger Religionsfrieden - drei Tage Feierlichkeiten.

1840
Zweite Schule (Tharandter Straße, Wohnhaus Fam. Leipner)

1871 - 1872
Täufe des "Kaiserschachtes", 1876 wieder abgeworfen, kein ökonomisch vertretbarer Nutzen.

1876
28. Juni: Einheitliche Bezeichnung Kleinopitz, Bezeichnung Schletta wird nicht mehr verwendet.

1905
Drittes Schulgebäude (Schulstraße, heute Mietwohnhaus).

1913
26. Oktober: Erstmalig elektrisches Licht in Kleinopitz.

1926
Einweihung des Denkmales für die Gefallenen des 1. Weltkrieges.

1929
2. November: Inbetriebnahme der Wasserleitung für den Ort.

1929 - 1931
Suche nach Silbererz an 4 Schürfstellen durch Rittergutsbesitzer Dr. Böhme

1933
In Kleinopitz leben 603 Einwohner.

1944
Errichtung einer Holzbaracke für Kriegsgefangene, daraus entwickelte sich ab 1945 das Kulturhaus Kleinopitz.

1945
5. Oktober: Bodenreform, Liquidierung des Rittergutes.

1957
Erstellung des neuen Gerätehauses für die Freiwillige Feuerwehr, altes "Spritzenhaus" hat ausgedient.

1958
5./6. Juli: schwere Naturkatastrophe, Gewitter über Raum Freital, Tharandt, Kleinopitz - Überschwemmungen.

1960
1. September: Keine schulische Selbständigkeit mehr, allmähliche Übernahme von Braunsdorf, später Oberhermsdorf

1961
Kleinopitz erhält Straßennamen, vorher nur Nummern bis Nr. 52.

1973
1. Januar: Kleinopitz ist nicht mehr selbständig, neue Gemeinde ist Braunsdorf mit Ortsteilen Oberhermsdorf und Kleinopitz.

1994
1. März: Gemeinde Braunsdorf wird nach Kesselsdorf eingegliedert (4 ehemalige Orte).

1996
Juli: Abbruch der alten Tännichtmühle im Tännichtgrund.

1997
Kleinopitz zählt 514 Einwohner
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