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Dokument: Wilsdruffer Land > Ortschaften > Mohorn

Ortsteil Mohorn

Wappen Mohorn/GrundMohorn wird schon zu einem frühen Zeitpunkt in Verbindung mit dem Bistum Meißen genannt. Der Markgraf "Heinrich der Erlauchte" schenkte es 1267 unter dem Namen "Ohorne" dem Domstift zu Meißen unter "Witigo I." zum Eigentum. Der Schreibweise zufolge muss es sich um eine sorbische Ansiedlung handeln, "Ohorne" heißt "Das um den Berg Liegende".

Das weite Land um Mohorn herum war in ältester Zeit vorwiegend mit Wald bedeckt. Die Ansiedlungen erfolgten in den Tälern, Waldlichtungen oder an den Bachläufen.

Auch heute noch prägt die Landschaft den Ort. Sachsens "schönster Wald" - der Tharandter Wald-, das idyllische Triebischtal und weite fruchtbare Feldfluren umschließen das Dorf. Zur Lebhaftigkeit und wirtschaftliche Entwicklung von Mohorn tragen bis heute die Bundesstraße 173, die die Städte Dresden und Freiberg verbindet und die Staatsstraße nach Nossen bei.

Der bis in das 19. Jahrhundert betriebene Silberbergbau führte den Ort zu Wohlstand. Neben der Landwirtschaft entwickelten sich in Mohorn viele Gewerbetreibende, Handwerker und Geschäfte. Vor allem als 1899 (bis 1973) die Schmalspureisenbahn den Ort mit den Städten verband, erblühte die Gemeinde. Ziegelei und Molkerei besaßen einen guten Ruf in der Region. Das Ortsbild veränderte sich im 19. und 20. Jahrhundert durch den Bau mehrstöckiger Bürgerhäuser und neuer Wohnsiedlungen.

Das Ensemble, das neben dem Rathaus (1926) aus der Kirche (1496) mit dem Pfarrhaus und der ehemaligen Schule (1859) besteht, dient als markantes Kennzeichen des Ortes.

Der gesellschaftliche Wandel nach 1945 veränderte im Dorf auch die wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse.

Nach 1960 entwickelten sich die LPGen. Damit entstanden die Großfelderwirtschaft und die so genannten Großanlagen der Tierproduktion. Heute werden die Felder neben "Wiedereinrichtern" größtenteils von der Agrar GmbH bewirtschaftet. Sie betreibt auch den Milchhof mit ca. 650 Rindern.

40 Jahre Sozialismus bewirkten eine starke Beeinträchtigung des privaten Gewerbes. Im abnehmenden Handel war die Mangelwirtschaft am stärksten zu spüren. Nach der politischen Wende 1989 wagten viele Gewerbetreibende und Händler den Neuanfang und beleben so wieder das Ortsbild. Auf dem erschlossenen Gewerbegebiet am Ortsausgang in Richtung Freiberg ist ebenfalls neue Gewerbeansiedlung möglich.

Mehrere Dienstleistungsbetriebe, zahlreiche Gaststätten, Arzt-, Zahnarzt- und Tierarztpraxis gehören zur örtlichen Infrastruktur.

Erfreulicherweise setzt nach der Stadtflucht der 60ger Jahre, die bis 1992 auch als Umzug nach Westdeutschland anhielt, die stärkere Besiedlung wieder ein. Der private Wohnungsbau vor allem in den neuen Wohngebieten "Zum Erzengel Michael", "Am alten Bahnhof" und "Kastanienhöhe" sichert einen ständigen Zuzug in den Ort, der heute ca. 1350 Einwohner zählt.

Das Gebäude des Kindergartens (Baujahr 1989) beherbergt auch den Hort der benachbarten Grundschule und erfreut sich eines regen Zuspruchs. Im 1970 errichteten Schulgebäude mit dazugehöriger Turnhalle werden neben der Klassen 1 bis 4 der Grundschule die fünften und sechsten Klassen der Mittelschule Niederschöna unterrichtet.

Als Programmdorf im Rahmen der Dorfentwicklung in Sachsen erhielt das Dorf nach Bau der Abwasserleitung, dem Anschluss an die überregionale Trinkwasserversorgung, dem Bau von zahlreichen Straßen, Brücken, dem Fußweg entlang der B 173, Rad- und Wanderwegen und der Gestaltung von Plätzen ein freundliches Aussehen. Das Rathaus im ländlichen Jugendstil erstrahlt seit 1996 nach erfolgter Rekonstruktion im neuen Glanz.

Die Bürger tragen mit der Arbeit in und an ihrem Grundstück zur Schönheit des Ortes bei.

Da die Orte Mohorn und Grund seit Jahrhunderten gemeinsam verwaltet wurden, befinden sich vor allem die Einrichtungen für Freizeit und Erholung im idyllisch gelegenen Ortsteil Grund.

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