Es ist ein strategischer und umfassender Leitfaden, mit dem Kommunen ihre zukünftige Entwicklung planen. Es legt Ziele und Maßnahmen für Themen wie Wohnen, Mobilität und Umwelt fest.
Die wichtigsten Merkmale
Das bestehende INSEK von 2018 bildet die strategische Leitlinie für die gesamte städtische Entwicklung der Stadt Wilsdruff und aller Ortsteile. Die Entwicklungsstrategie hatte das Leitbild: „Familienfreundlicher Wohn- und Arbeitsstandort Wilsdruff 2030“.
Durch veränderte demografische, wirtschaftliche, soziale und klimatische Bedingungen ist eine Aktualisierung notwendig, damit unsere Stadt lebens- und liebenswert bleibt.
Die Fortschreibung ist außerdem Voraussetzung, um Städtebaufördermittel von Bund und Land beantragen zu können und zunehmend auch Voraussetzung in den Fachförderprogrammen.
Unser Stadtrat hat in seiner Sitzung am 12. März 2026 die Fortschreibung beschlossen.
Es ist die Ausarbeitung von 8 komprimierten Fachkonzepten zu folgenden Schwerpunktthemen vorgesehen: Städtebau, Wohnen, Wirtschaft und Tourismus, Mobilität und Infrastruktur, Klimaschutz und Umwelt, Kultur und Freizeit, Bildung und Sport sowie Soziales.
Ein Schwerpunkt der Fortschreibung liegt in der Einbindung und Beteiligung der Bevölkerung. Die intensive Einbindung von Bürgerinnen und Bürgern sowie Akteuren stellt die kommunalen Entwicklungsziele auf eine langfristige, breite Basis.
Umfrage
Zuerst startete am 24. September 2026 eine Umfrage zur Stadtentwicklung, die sich an die gesamte Bevölkerung Wilsdruffs richtet.
Nutzen Sie diese Chance und geben Sie uns wertvolle Ideen, Wünsche und Impulse für das INSEK.
Den Link zur Umfrage finden Sie hier.
Arbeitsgruppen
Jede Arbeitsgruppe soll aus maximal 15 Mitgliedern mit umfassender Ortskenntnis sowie Entscheidungs- und Praxisnähe bestehen. Die Auswahl berücksichtigt die jeweiligen thematischen Schwerpunkte. Dabei wurde darauf geachtet, dass Verwaltung, Politik, Fachakteure, Institutionen, örtliche Akteure, Ortsteile und die Bürgerschaft möglichst ausgewogen vertreten sind.
Die Ortsteil- und Bürgerperspektive wurde bei der Besetzung der Arbeitsgruppen bewusst stärker gewichtet als bei dauerhaften Verwaltungsarbeitskreisen.
Zur fachübergreifenden und praxisnahen Begleitung der Erarbeitung des INSEK wurden folgende Arbeitsgruppen gebildet (Beschluss SR 17.09.2026):
Voraussichtlich im Januar/Februar 2027 werden die Arbeitsgruppensitzungen stattfinden. Sie sollen:
Die Arbeitsgruppen haben eine beratende Funktion. Die Hinweise, Ziele und Vorschläge, die in den Gruppen entwickelt werden, wertet das Planungsbüro aus, das mit der Erstellung des INSEK beauftragt ist. Die Ergebnisse fließen in den weiteren Erarbeitungsprozess ein. Die endgültige politische Bewertung und Entscheidung über die Inhalte des INSEK liegt beim Stadtrat.
Vorgehen:
Bestandsaufnahme und Herausforderungen: Was sind die wichtigsten Probleme und Potenziale der Gesamtstadt und der Ortsteile?
Ziele und Handlungsfelder: Wo soll die Stadt in 10 - 15 Jahren stehen?
(Ziele priorisieren)
Schlüsselprojekte und Prioritäten: Was muss tatsächlich angepackt werden?
(etwa 10 - 15 Schlüsselprojekte)
Für die einzelnen Maßnahmen sind Kosten, mögliche Förderquoten und der erforderliche kommunale Eigenanteil zu ermitteln. Die Umsetzung erfolgt entsprechend der verfügbaren Haushaltsmittel und der jeweiligen Fördermöglichkeiten schrittweise und nach Priorität. Die Finanzierung der im INSEK entwickelten Projekte soll durch eine Kombination aus kommunalen Eigenmitteln und Fördermitteln des Freistaates Sachsen, des Bundes und der EU erfolgen. Je nach Projekt kommen insbesondere Programme der Städtebauförderung und der Regionalentwicklung in Betracht. Ergänzend können private Investitionen oder Beteiligungen Dritter genutzt werden.