Erweiterung des Hauptverwaltungsgebäudes der Stadt Wilsdruff
Erweiterung des Hauptverwaltungsgebäudes der Stadt Wilsdruff mit Verbesserung des baulichen Brandschutzes und der Barrierefreiheit

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Die Stadt Wilsdruff mit ihren 13 Ortsteilen ist eine attraktive Kleinstadt, welche immer mehr an Beliebtheit gewonnen hat und weiter gewinnt. Durch klug eingesetzte Investitionen und Fördermittel wurde eine breit ausgestattete Infrastruktur geschaffen, die immer mehr Familien dazu bewegt, in der Heimat zu bleiben oder sich neu in Wilsdruff und Umgebung niederzulassen. Dies belegen auch die Zahlen der Einwohnerstatistik. In den letzten 10 Jahren sind die Einwohnerzahlen kontinuierlich von 13.639 auf 14.349 angestiegen. Die Anfragen nach Baugrundstücken und nach Wohnungen sind groß und können zurzeit nur begrenzt befriedigt werden. In einem gerade in Erschließung befindlichen Baugebiet sind z. B. die  55 Grundstücken bereits vergeben und weitere Nachfragen bestehen. Der positive Trend bei der Einwohnerentwicklung wird sich also weiter fortführen.

Die positiven Entwicklungen bedeuten natürlich einen hohen Arbeitsaufwand für die Kernverwaltung. Diese ist seit den 1950-er Jahren im ehemaligen Amtsgericht an der Nossener Straße 20 untergebracht. Durch Eingemeindungen, Gemeindevereinigungen und einen sich stetig vergrößernden Aufgabenkatalog ist auch die Mitarbeiterzahl stetig angestiegen. Derzeit sind in der Kernverwaltung 36 Mitarbeiter beschäftigt. Damit sind die vorhandenen räumlichen Kapazitäten ausgeschöpft und zum Teil überbelegt. Außerdem hat das Gebäude keinen 2. Rettungsweg, welcher für ein öffentliches Gebäude erforderlich ist.

Aus diesem Grund wird zurzeit direkt neben dem Bestandsgebäude ein Erweiterungsbau errichtet. Das neue Gebäude ist voll unterkellert und hat drei weitere Geschosse. In jedem Stockwerk, außer im Keller, soll der Neubau mit dem Bestandsgebäude verbunden werden. Aus konstruktiven Gründen ist dies im Dachgeschoss nicht möglich. Der Anbau erhält ein Flachdach über dem 2. Obergeschoss. Auf dem Flachdach wird eine Photovoltaikanlage zur Eigenstromnutzung für beide Gebäudeteile errichtet.

Im Bestandsgebäude sind wegen der drei Durchbrüche im Erdgeschoss, im 1. OG und im 2. OG Umbauarbeiten erforderlich, da die Räumlichkeiten an die neue bauliche Situation angepasst werden müssen. Die daraus entstehende neue Raumsituation steht im Anschluss verschiedenen Nutzungen zur Verfügung. Alle Arbeiten die außerhalb des neuen Anbaus stattfinden, sind Bestandteil dieser Fördermaßnahme. Der Erweiterungsbau wird komplett autark errichtet und fertigstellt, einschließlich der Datentechnik. Trotzdem sind beide Vorhaben eng und unmittelbar miteinander verbunden, denn erst durch die Schaffung der Gebäudeverbindung kann eine gemeinsame Nutzung beider Einheiten hergestellt werden.

Inhalt dieser Fördermaßnahme sind vor allem folgende Arbeiten:

  • Rohbau und Putzarbeiten zur Schaffung der Verbindung Altbau/Neubau mit teilweisen Grundrissänderungen, Einbau behindertengerechte Toilette
  • Ausbau alter Fenster an Schnittstelle Altbau/Neubau
  • Trockenbauarbeiten zur Verkofferung der Kühlgeräte, abgehängte Decken
  • Maler- und Bodenbelagsarbeiten zur Ausbesserung und Überarbeitung der baulichen Bereiche
  • Fliesenarbeiten im Bereich Behinderten-WC
  • Elektroarbeiten zur Verbesserung der Niederspannungsinstallationsanlagen mit Anpassung, Erweiterung, neue Steigpunkte, Austausch Installationskanäle
  • Heizung, Lüftung, Sanitärarbeiten zum Einbau Behinderten-WC und zum Einbau der Raumkühlanlagen, Anpassung Heizung an veränderliche bauliche Situation im Zuge der Verbindung Altbau/Neubau

Insgesamt ist die hier beantragte Fördermaßnahme unabdingbar zur Vereinheitlichung der beiden Gebäudeteile. Nur so können den Bürgern die Bemühungen zum Abbau von Barrieren und zur Strukturerweiterung in vollem Umfang zu Teil werden.