Aktuelles
Aktuelle Informationen zum Coronavirus (Stand 15.07.2020, um 14:00 Uhr)

Liebe Einwohnerinnen und Einwohner,

aktuell befindet sich im Gemeindegebiet Wilsdruff 1 Person unter häuslicher Quarantäne. Diese wurde positiv auf Covid-19 getestet.

Bitte beachten Sie die allgemeinen Erläuterungen zu den ab 18. Juli 2020 geltenden Verordnungen.

Allgemeine Informationen zur Corona-Schutz-Verordnung ab 18. Juli 2020

Die Sächsische Staatsregierung hat am 14. Juli 2020 die kommende Corona-Schutz-Verordnung (SächsCoronaSchVO) beschlossen, die am 18. Juli 2020 in Kraft treten wird. Diese wird weitere moderate Lockerungen enthalten. Die neue Rechtsverordnung ist unter folgenden Link aufrufbar: https://www.coronavirus.sachsen.de/amtliche-bekanntmachungen.html

Folgendes gilt weiter:

  • Kontaktbeschränkungen

  • Abstandsgebot von 1,50 zwischen Personen im öffentlichen Raum sowie

  • Pflicht zur Mund-Nase-Bedeckung bei der Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel, von Reisebussen und regelmäßigen Fahrdiensten sowie im Einzelhandel.

Neu ist:

  • neben Familienfeiern in Gaststätten mit bis zu 100 Personen sind jetzt auch Betriebs- und Vereinsfeiern bis zu 50 Personen zugelassen

  • Jahrmärkte und Volksfeste dürfen mit genehmigtem Hygienekonzept (Abgrenzung durch Umzäunung, Besucherbeschränkung, Hygienemaßnahmen) stattfinden

  • im Bereich von Kulturveranstaltungen kann der Mindestabstand verringert werden, soweit eine verpflichtende Kontaktnachverfolgung durchgeführt und geeignete Hygieneregelungen getroffen wurden

  • Großveranstaltungen und Sportveranstaltungen mit Publikum mit einer Teilnehmerzahl von mehr als 1.000 Personen sind bis zum 31. August 2020 untersagt

    • ab 1. September 2020 dürfen sie durchgeführt werden, wenn eine Kontaktnachverfolgung und die Einhaltung von Hygieneregelungen möglich sind

    • alle anderen Großveranstaltungen sowie Sportveranstaltungen mit Publikum mit mehr als 1.000 Personen sind bis zum 31. Oktober 2020 verboten. 

Die Verordnung tritt am 18. Juli 2020 in Kraft und gilt bis einschließlich 30. August 2020.

Sofern Fragen zur Auslegung der neuen Corona-Schutz-Verordnung bestehen, erwarten wir eine auf die neue Rechtslage angepasste Überarbeitung der einschlägigen FAQ der Staatsregierung https://www.coronavirus.sachsen.de/haeufige-fragen-zu-den-ausgangsbeschraenkungen-und-einschraenkungen-des-oeffentlichen-lebens-5074.html

Neue Allgemeinverfügung für Schulen und Kitas vor dem Regelbetrieb – Regelbetrieb startet auch in Horten

Die neue Allgemeinverfügung für Schulen und Kitas wird am 18. Juli 2020 in Kraft treten und gilt dann bis zum Ende der Sommerferien am 30. August 2020.

Wesentlichste Änderung ist aus kommunaler Sicht, dass mit Beginn der Sommerferien in der nächsten Woche auch die Horte wieder in den Regelbetrieb übergehen können.

Im Übrigen bleiben die Regelungen der aktuellen Allgemeinverfügung weitgehend unverändert. Insbesondere gelten weiterhin die allgemeinen Hygienebestimmungen. Auch die Gesundheitsbescheinigung ist bis zum Ende der Sommerferien erforderlich.

Lockerungen gibt es dagegen bei den schulischen Veranstaltungen. Damit soll vor allem den Schulanfängern eine feierliche Schulaufnahme mit Zuckertütenübergabe im Beisein beider Eltern und der Geschwister ermöglicht werden.

Die neue Allgemeinverfügung wird auf folgender Internetseite veröffentlicht:

https://www.coronavirus.sachsen.de/amtliche-bekanntmachungen.html

 

Mit freundlichen Grüßen

 

 

Ralf Rother

Bürgermeister


 

Inbetriebnahme des vom Bund und Freistaat geförderten Breitbandausbaus in Wilsdruff

2020 Breitbandförderung.jpgPressemitteilung vom 6. Juli 2020

Die Stadt Wilsdruff ist die erste Einzelkommune in Sachsen, die den vom Bund und Freistaat geförderten Breitbandausbau vollständig in Betrieb nimmt.

Das langjährige Verfahren bedeutet für die rund 320 Adressen in Wilsdruff Bandbreiten in Gigabit-Größen.

Bereits am 28.01.2016 wurde das Projekt mit der Beantragung von Beratungsleistungen für den Breitbandausbau begonnen. Nach einem Ausschreibungsverfahren konnten diese Leistungen am 11.07.2016 vergeben werden. So wurde im Zeitraum vom 13.07.2016 bis 19.08.2016 ein Markterkundungsverfahren durchgeführt, um die förderfähigen Adressen zu ermitteln. In Vorbereitung auf die EU-weite Ausschreibung wurden, im Rahmen des Interessenbekundungsverfahrens, die eingereichten Unterlagen der an dem Ausbau interessierten Netzanbieter geprüft.

Das am 09.06.2017 ausgeschriebene EU-weite Vergabeverfahren endete mit der Zuschlagserteilung an den Netzanbieter Deutsche Telekom GmbH am 21.12.2017.

Die bisher vorläufig bewilligten Zuwendungsbescheide mussten mit dem vorliegenden Angebot des Netzanbieters konkretisiert werden. Am 23.07.2018 erhielten wir dann den endgültigen Zuwendungsbescheid des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur und am 12.10.2018 den endgültigen Zuwendungsbescheid vom Freistaat Sachsen.

Entsprechend wurde ein Kooperationsvertrag zwischen der Stadt Wilsdruff und der Deutschen Telekom GmbH Anfang 2019 unterzeichnet. Demnach ist der Netzanbieter verpflichtet worden, den Ausbau in 24 Monaten abzuschließen. Da die Witterungsbedingungen optimal waren, konnten auch bereits im Februar 2019 die ersten Tiefbauarbeiten in den Ortsteilen Limbach/Birkenhain begonnen werden. Zum symbolischen ersten Spatenstich, am 12.03.2019, waren neben Bürgermeister Ralf Rother unter anderem Dr. Jens Albrecht – Referatsleiter Digitale Infrastruktur, Breitbandausbau beim sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Daniel Knohr – Regionalleiter Mitteldeutschland Atene KOM GmbH, Vertreter der Deutschen Telekom GmbH und viele Stadträte, Ortschaftsräte sowie Bürger anwesend.

Wir blicken heute auf die letzten 17 Monate zurück, in denen durch rund 17 km Tiefbau und 45 km oberirdische Bauweise, ca. 47 km Glasfaser in Wilsdruff verlegt wurden, um 12 neue Netzverteiler aufzustellen, die rund 320 Haushalte mit gigabitfähigen Anschlüssen versorgen. Dazu fand im Zeitraum vom 30.06.2020 bis 01.07.2020 eine ausführliche Bauprüfung durch den Netzanbieter Atene KOM statt, wobei die neuen Netzverteiler geprüft und die Baudokumentation ohne jegliche Beanstandungen abgenommen wurden.

„Wir bedanken uns bei allen Projektbeteiligten für die Zusammenarbeit und bei den Zuwendungsgebern für die Förderung. Hohes Tempo im Internet ist ein digitaler Standortvorteil, für unsere Stadt und für jedes einzelne Gebäude im Ausbaugebiet.“ so Bürgermeister Ralf Rother.

Für die Inbetriebnahme des geförderten Breitbandausbaus für alle Adressen im Ausbaugebiet, laden wir Sie recht herzlich zu unserer Veranstaltung am 28.07.2020, 15:00 Uhr, in das Dorfgemeinschaftshaus Blankenstein (Dorfstraße 16, 01723 Blankenstein) ein. Wir bitten Sie, die aktuell gültigen Abstands- und Hygieneregeln gemäß der geltenden Corona-Schutz-Verordnung zu beachten.


 

Öffentliche Bekanntmachung über die Festsetzung der Grundsteuer in der Stadt Wilsdruff für das Jahr 2020

Mit dieser Bekanntmachung wird die Grundsteuer für land- und forstwirtschaftliche Grundstücke (Grundsteuer A) und die Grundstücke (Grundsteuer B) für das Jahr 2020 gemäß § 27 Abs. 3 Grundsteuergesetz (GrStG) vom 07.08.1973 (BGBl. 1973 I S. 965; BStBl. 1973 I S. 586) in der zurzeit gültigen Fassung öffentlich festgesetzt.

Es gelten weiter folgende Hebesätze:

Grundsteuer A:          350 v. H.

Grundsteuer B:          450 v. H.

Um den Verwaltungsaufwand zu minimieren, wird daher davon abgesehen, neue Grundsteuerbescheide für das Kalenderjahr 2020 zu versenden. Für alle diejenigen Grundstücke, deren Bemessungsgrundlage (Messbeträge) sich seit der letzten Bescheiderteilung nicht geändert haben, wird deshalb durch diese öffentliche Bekanntmachung die Grundsteuer für das Kalenderjahr 2020 in der zuletzt veranlagten Höhe festgesetzt.

Die Grundsteuer wird mit den Vierteljahresbeträgen jeweils am 15.02., 15.05., 15.08. und 15.11.2020 zur Zahlung fällig. Kleinbeträge bis zu 15,00 Euro werden am 15.08.2020 mit Ihrem Jahresbetrag, Kleinbeträge bis 30,00 Euro am 15.02.2020 und am 15.08.2020 zu je einer Hälfte Ihres Jahresbetrages fällig. Für Steuerpflichtige, die von der Möglichkeit des § 28 Abs. 3 Grundsteuergesetz Gebrauch gemacht haben (Jahreszahler), wird die Grundsteuer 2020 in einem Betrag am 01.07.2020 fällig.

Ändern sich die Bemessungsgrundlagen im Lauf des Jahres, werden Änderungsbescheide erteilt.

Bei Steuerpflichtigen, die am Lastschrifteinzugsverfahren teilnehmen (sogen. Abbucher), werden die jeweils fälligen Beträge von dem vereinbarten Konto abgebucht. Steuerpflichtige, die nicht am Lastschrifteinzugsverfahren teilnehmen (sogen. Selbstzahler), entrichten die jeweils fälligen Beträge bis zu den vorstehend aufgeführten Fälligkeiten. Die Teilnahme am Lastschrifteinzugsverfahren kann jederzeit in der Kämmerei (Tel.035204 463206) beantragt werden.

Mit dem Tag dieser öffentlichen Bekanntmachung der Steuerfestsetzung treten für die Steuerpflichtigen die gleichen Rechtswirkungen ein, wie wenn Ihnen an diesem Tag ein schriftlicher Bescheid über Grundbesitzabgaben für das Jahr 2020 zugegangen wäre. Die Steuerfestsetzung kann innerhalb einer Frist von einem Monat, die mit dem Tag der Bekanntmachung zu laufen beginnt, durch Widerspruch angefochten werden. Der Widerspruch ist schriftlich oder zur Niederschrift bei der Stadtverwaltung Wilsdruff, Nossener Straße 20, 01723 Wilsdruff einzulegen.

 

Wilsdruff, 02.01.2020

 

Ralf Rother

Bürgermeister


 

Neue Allgemeinverfügung der Landesdirektion Sachsen zur Afrikanischen Schweinepest: Verfahrensweise im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge

Mit der Bekanntmachung der Allgemeinverfügung der Landesdirektion Sachsen „Tierseuchenverhütung und -bekämpfung, Afrikanische Schweinepest (ASP); und Mitwirkung der Jagdausübungsberechtigten“ gilt für ganz Sachsen ab sofort eine Anzeige- und Entsorgungspflicht für den Fund bzw. Abschuss von sogenannten Indikatortieren (Fall-, Unfallwild und krank erlegte Wildschweine - FUK). Alle Schwarzwildkadaver sind über die Tierkörperbeseitigung zu entsorgen.

Folgende Verfahrensweise für unseren Landkreis wird festgelegt:

 

  1. Die Anzeige des Fundes aller FUK sind telefonisch 03501 515-2423 oder per Mail lueva@landratsamt-pirna.de, unter genauer Angabe des Fundortes, zu melden.
  2. Der Kadaver ist, in einer der vier installierten Kadaversammelstellen im Landkreis, zu entsorgen. Die Kadaversammelstellen sind durch ein Vorhängeschloss oder einen Schlüsseltresor mit Zahlencode gesichert. Der jeweilige Code ist unter der Telefonnummer 03501 515-2423 erhältlich. Diese Telefonnummer ist täglich 24 Stunden erreichbar. Das Material zur Bergung und Beprobung wird durch das Landratsamt gestellt. Für notwendige Unterstützung bei der Bergung kann das Landratsamt ebenfalls kontaktiert werden.

 

Die Beantragung zur Auszahlung der Aufwandsentschädigung erfolgt mit dem Probenbegleitschein.


 

Ortsübliche Bekanntmachung des Staatsbetriebes Sachsenforst FoB Bärenfels

Der Staatsbetrieb Sachsenforst beabsichtigt im Bereich des Forstbezirkes Bärenfels im Zeitraum Juli bis Oktober 2020 forstliche Bodenschutzkalkungen durchzuführen.

Die Flächen befinden sich in den Gemarkungen Fördergersdorf, Hetzdorf, Grillenburg, Herzogswalde und Pohrsdorf. Wobei sich die Kalkungsflächen in den Gemarkungen Fördergersdorf und Hetzdorf ausschließlich im Landeswald befinden.

Die Bodenschutzkalkung erfolgt nach einer fachlich fundierten Planung auf standörtlicher Grundlage unter Beachtung der flächenkonkreten Waldfunktionen und der Baumartenverhältnisse mit Naturkalken unter ständiger Kontrolle durch Mitarbeiter des Forstbezirkes.

Ziel der Bodenschutzkalkung sind:

  • Kompensation von Säureeinträgen
  • Verbesserung der Pufferkapazität des Waldbodens
  • Verbesserung der Erdalkali-Ernährung der Waldbäume
  • Verbesserung der Vitalität der Waldbestände
    • Verbesserung der Lebensbedingungen für Bodenlebewesen und Baumwurzeln
    • Verbesserung des Schutzes von Quell- und Grundwasser vor Schwermetall-, Aluminium- und Säureeinträgen

Zum Einsatz kommt aufgemahlener magnesiumhaltiger Kalkstein in einer Aufwandmenge von 3 t/ha. Die Ausbringung wird durch Helicopter oder Starrflügler erfolgen.

Die Bodenschutzkalkung wird aus Mitteln des ELER-Programms der Europäischen Union finanziert und ist für die teilnehmenden Waldbesitzer kostenfrei.

Die betroffenen Waldbesitzer hatten die Möglichkeit, nach vorheriger Terminabstimmung, bis 20.12.2019 im Forstbezirk Bärenfels Akteneinsicht zu nehmen. Waldbesitzer, die mit der Bodenschutzkalkung ihres Waldes einverstanden sind, brauchen nichts zu unternehmen. Mit dem Einverständnis zur Kalkung wird dem Staatsbetrieb Sachsenforst bzw. dem von ihm beauftragten Unternehmen die Befugnis erteilt, den Wald gemäß § 13 Abs. 1 SächsWaldG im Auftrag des Waldbesitzers aus Sicherheitsgründen für den Zeitraum der Kalkung zu sperren.

Waldbesitzer, bei denen Einwände gegen die vorgesehene Bodenschutzkalkung ihres Waldes bestehen, waren gebeten worden, bis zum 20. Dezember 2019 bei unten stehender Adresse schriftlich oder zur Niederschrift Widerspruch gegen die Kalkung zu erheben.

Nähere Auskünfte zu den betroffenen Waldflächen können die Waldeigentümer unter folgender Kontaktstelle erhalten:

 

Kontakt:

Josef Pietzonka

Referent Forstbezirk Bärenfels

Staatsbetrieb Sachsenforst

Tel.: 035052 613115 oder 0173 9616328

E-Mail: josef.pietzonka@smul.sachsen.de|www.sachsenforst.de


 

Energieberatung in Grumbach

An jedem 2. Donnerstag des Monats findet von 16:00 bis 19:00 Uhr im ehemaligen Rathaus Grumbach, Tharandter Straße 1, eine stationäre Beratung zu Möglichkeiten des Energiesparens und der Energieeffizienz für Mieter, Hauseigentümer und Bauherren statt. Dabei werden Fragen zum baulichen Wärmeschutz, zur Anlagentechnik, zur Schimmelpilzvermeidung, zur Heizkostenabrechnung u. a. beantwortet. Alternativ wird im Rahmen einer Ortsbesichtigung ein Gebäude-Check zur Bewertung der Gebäudehülle und Heiztechnik mit Handlungsempfehlungen vorhandener Energieeinsparpotentiale angeboten.

Die stationäre Beratung der Verbraucherzentrale ist kostenlos, anbieterunabhängig und wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert. Terminanmeldung: Tel. 0173 4091961 oder 0800 809802400 (kostenfrei)

 

h.project

Architektur- & Bauplanungsbüro

Dipl.-Ing. Stefan Hanns

Architekt, Gutachter, Energieberater

Tel.: 035204 5320

Mobil: 0173 4091961

E-Mail: h.project@web.de


 

Gewusst wie: Solarenergie am eigenen Haus nutzen

Verbraucherzentrale Sachsen.png

 

Für die Energiewende am eigenen Haus können Sachsens Haus- und Wohnungseigentümer sowie private Vermieter jetzt das volle Potenzial der Solarenergie ausschöpfen. Möglich macht’s der neue Eignungscheck Solar der Energieberatung der Verbraucherzentrale Sachsen. Im Rahmen einer etwa zweistündigen Beratung am Haus wird geprüft, inwiefern der Einbau einer Photovoltaik- oder einer Solarthermieanlage sinnvoll ist und ob sich diese rechnet. Der neue Check kostet dank der Förderung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) nur 30 Euro.

„Vielen Hauseigentümern fehlt beim Thema Solarenergie an der eigenen Immobilie unabhängiger Rat. Mit dem neuen Check kann konkret aufgezeigt werden, welche Potenziale zur umweltbewussten und unabhängigen Gewinnung von Strom oder Wärme fürs Haus bestehen. Dabei behalten wir die Kosten im individuellen Fall im Blick und erläutern Fördermöglichkeiten“, erklärt Lorenz Bücklein, Leiter der Energieberatung der Verbraucherzentrale Sachsen.

Beim Eignungscheck Solar ermittelt der Energieberater die ungefähr benötigte Größe und den voraussichtlichen Ertrag einer möglichen Anlage. Bei einem Vor-Ort-Termin nehmen die Energieberater beispielsweise den Dachtyp, den Dachzustand und die Dachschräge, den Verschattungsgrad, die vorhandene Heizungsanlage sowie die Anschlussmöglichkeiten für eine Anlage unter die Lupe. Außerdem erhalten Verbraucher Hinweise zu eventuell erforderlichen baulichen oder technischen Voraussetzungen. Die Ergebnisse werden in einem individuellen Beratungsbericht dokumentiert.

Interessierte Hausbesitzer können sich über 0800 – 809 802 400 kostenfrei telefonisch für einen Check anmelden. Weitere Informationen zum neuen Check und den Beratungsangeboten der Energieberatung der Verbraucherzentrale gibt es unter www.verbraucherzentrale-energieberatung.de. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind alle Energie-Checks kostenfrei. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.


 

FSME vorbeugen – Beratung und Impfung durch das Gesundheitsamt

2019_Zeckenimpfung.pngSeit Februar 2019 gilt auch der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge als Risikogebiet für FSME (Frühsommer-Meningo-Encephalitis). Es wird geschätzt, dass in Risikogebieten zwischen 0,1 bis maximal 5 % aller Zecken das FSME-Virus in sich tragen, also ca. jede 100. Zecke. Auch wenn das Risiko, an FSME zu erkranken, noch als verhältnismäßig gering einzuschätzen ist, sollte man sich aktiv vor einer möglichen Erkrankung schützen.

Mit der Impfung vorbeugen

Die FSME-Viren befinden sich in den Speicheldrüsen der Zecken und werden sofort mit dem Stich übertragen. Gegen FSME gibt es keine ursächliche Behandlung. Daher ist die FSME-Impfung eine gute Vorsorgemaßnahme, um das Risiko einer FSME-Erkrankung zu verringern. Die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes des Landkreises führen seit einigen Jahren Beratungen und FSME-Impfungen durch. Empfohlen wird eine Impfung für Menschen, die sich aus beruflichen Gründen oder in der Freizeit in Risikogebieten aufhalten. Je nach Präparat benötigt man für die notwendigen drei Impfungen fünf bis zwölf Monate Zeit. Es gibt – wenn in Ausnahmefällen ein schneller Schutz notwendig wird – auch Schnellimpfschemata. In regelmäßigen Abständen sollte die FSME-Impfung für Kinder und Erwachsene aufgefrischt werden. Dabei ist der FSME-Impfstoff in der Regel gut verträglich. Für Bewohner von Risikogebieten werden die Kosten von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Die Impfsprechstunden im Landratsamt finden wie folgt statt:

Pirna, Schloßhof 2/4

jeden Dienstag, 13:00 - 17:30 Uhr

Freital, Hüttenstraße 14

jeden ersten Donnerstag im Monat 15:30 - 17:30 Uhr

Dippoldiswalde, Weißeritzstraße 7

jeden letzten Donnerstag im Monat 15:30 - 17:30 Uhr

Allgemeine Verhaltenstipps gegen zeckenübertragene Erkrankungen:

  • Zecken sind aktiv, sobald es warm wird. Sie halten sich besonders gern im Unterholz, Gebüsch oder in hohen Gräsern auf und werden im Vorbeigehen von Gräsern und Unterholz abgestreift. Daher sollte in der Natur auf möglichst lange und geschlossene Kleidung geachtet werden.
  •  Tragen Sie vor dem Aufenthalt in Wäldern oder Wiesen zeckenabweisende Mittel zum Schutz auf die Haut auf. Beachten Sie: Die Wirkung der Mittel ist zeitlich begrenzt, bietet keinen vollständigen Schutz und muss auf (!) ein eventuelles Sonnenschutzmittel aufgetragen werden.
  •  Suchen Sie trotz vorbeugender Maßnahmen im Anschluss an einen Aufenthalt in der Natur den Körper gründlich nach Zecken ab.
  •  Sollten Sie eine Zecke am Körper entdecken, entfernen Sie diese möglichst schnell, z. B. mit einer Zeckenpinzette. Zudem darf die Zecke nicht mit Öl oder Klebstoff übergossen werden. Fassen Sie die Zecke möglichst nah der Haut im Kopfbereich und ziehen Sie sie vorsichtig und gerade heraus. Im Anschluss muss die kleine Wunde an der Stichstelle sorgfältig desinfiziert werden.

 

Kontakt:

Landratsamt Sächsische Schweiz-Osterzgebirge

Referat Gesundheitsamt

Schloßhof 2/4, 01796 Pirna

Tel.: 03501 515-2301


 

Dafür ist eine Erlaubnis nach dem Tierschutzgesetz erforderlich

Wer gewerbsmäßig mit Wirbeltieren arbeitet, muss beachten, dass einige dieser Tätigkeiten laut § 11 des Tierschutzgesetzes erlaubnispflichtig sind. Gewerbemäßiges Handeln liegt vor, wenn eine Tätigkeit selbstständig, planmäßig, fortgesetzt und mit der Absicht der Gewinnerzielung ausgeübt wird. Ein Gewerbebetrieb im Sinne der Gewerbeordnung braucht nicht vorzuliegen. Sämtliche Tätigkeiten bedürfen vor Aufnahme der Tätigkeit der Erlaubnis durch das zuständige Veterinäramt. Für die Erteilung der Erlaubnis ist es u. a. zwingend erforderlich, dass der Verantwortliche (i. d. R. der Tierhalter) über die nötige Sachkunde verfügt. Zu den erlaubnispflichtigen Tätigkeiten zählen:

  • gewerbsmäßiges Züchten oder Halten (= Tierpensionen) von Wirbeltiere außer landwirtschaftliche Nutztiere und Gehegewild. Zu beachten ist, dass Pferde nicht zu den landwirtschaftlichen Nutztieren zählen. Demnach ist auch das Betreiben einer Pferdepension (Halten von Wirbeltieren) erlaubnispflichtig;
  • gewerbsmäßiges Handeln mit Wirbeltieren, beispielsweise Hunde- und Pferdehandel;
  • das Betreiben eines Reit- und/oder Fahrbetriebes, beispielsweise das Anbieten von Ponyreiten und Kremserfahrten;
  • gewerbsmäßiges zur Schau stellen von Tieren oder das gewerbsmäßige zur Verfügung stellen von Tieren zu diesem Zweck, beispielsweise Vorzeigen von Tieren auf Märkten, in Gehegen, Zoos etc.;
  • gewerbsmäßiges Bekämpfen von Wirbeltieren als Schädlinge, beispielsweise von Mäusen und Ratten;
  • gewerbsmäßiges Ausbilden von Hunden für Dritte oder die gewerbsmäßige Anleitung der Ausbildung der Hunde durch den Tierhalter, beispielsweise Hundeschulen, Hundeverhaltensberater;
  • gewerbsmäßiges Arbeiten mit Tieren im sozialen Einsatz, auch bei ehrenamtlichen tiergestützten Interventionen, die im Rahmen von gemeinnützigen Vereinen erfolgen.

Auch im Nebenerwerb sind die genannten Tätigkeiten tierschutzrechtlich erlaubnispflichtig. Das Formular für den Antrag kann auf der Internetseite www.landratsamt-pirna.de (Referat Veterinärdienst, Bereich Tierschutz, Formulare) abgerufen werden.

Das gewerbliche Betreiben oben genannter Tätigkeiten ohne entsprechende Erlaubnis stellt eine Ordnungswidrigkeit dar und kann mit einer Geldbuße bis 25.000 Euro bestraft werden.

Landratsamt Sächsische Schweiz-Osterzgebirge

Referat Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt

Schloßhof 2/4

01796 Pirna

E-Mail: lueva@landratsamt-pirna.de


 

Daran denken: Meldepflicht für Tierhaltungen

2019_Tierhaltung.jpg

Tierhalter sind per Gesetz verpflichtet, jährlich ihre Tierbestände an die Sächsische Tierseuchenkasse zu melden. Der Veterinärbehörde des Landratsamtes sind dagegen der Beginn von Tierhaltungen oder wesentliche Änderungen, wie z. B. die Haltung einer anderen Tierart, anzuzeigen.

Anzugeben ist die Anzahl der im Jahresdurchschnitt gehaltenen Tiere für folgende Tierarten:

-       Rinder

-       Schafe

-       Ziegen

-       Schweine (auch Mastschweine und Minipigs)

-       Hühner, Enten, Gänse, Fasane, Perlhühner, Rebhühner, Tauben, Truthühner, Wachteln, Laufvögel

-       Pferde, Esel

-       Bienenvölker

-       andere als hier genannte Klauentiere

-       Kameliden (z. B. Alpaka)

-       Gehegewild

Dabei ist es unerheblich, ob Tiere gewerblich oder als Hobby gehalten werden. Mitzuteilen sind auch Fischhaltungen, außer ausgesprochenen Hobbyhaltungen (Gartenteich).

Wenn eine Tierhaltung beendet wird, ist das ebenfalls der Veterinärbehörde mitzuteilen. Sollten Tierhalter verstorben sein, werden die Erben um Mitteilung gebeten, ob die Tierhaltung beendet oder durch andere Personen fortgeführt wird.

Hinweis: Die Meldung an die Veterinärbehörde wird nicht durch die Pflichtmeldung an die Tierseuchenkasse ersetzt. Diese ist also zusätzlich erforderlich.

Die Mitteilung kann per E-Mail an: lueva@landratsamt-pirna.de oder per Fax an 03501 515-2409 erfolgen.

 

Landratsamt Sächsische Schweiz-Osterzgebirge


 

 

Verordnung der Stadt Wilsdruff über verkaufsoffene Sonntage im Jahr 2020

RVO 2020 verkaufsoffeneSonntage.JPG


 

Unwetter-Warnungen auf das Smartphone - BIWAPP bzw. NINA

BIWAPP_NINA_APP_Teaser.jpgDer digitale Fortschritt macht es möglich. Droht eine ernstzunehmende Gefahr durch Explosion, Hochwasser, Sturm oder Seuchen, kann künftig jeder selbst dafür sorgen, dass er immer die neuesten Infos und aktuelle Warnungen erhält. Dafür wurden zwei spezielle Apps entwickelt, die man sich auf sein Smartphone laden kann. Das ist zum einen „BIWAPP“ - die BürgerInformations- und WarnAPP. Die zweite Warnapp ist NINA - die Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes.

BIWAPP – die regionale Warnapp – Was kann sie und wie wird sie genutzt?

Mit BIWAPP hat der Landkreis die Möglichkeit, direkt Meldungen zu generieren und zu versenden. Der Bürger stellt sich die Orte ein, für die er Informationen/Warnungen erhalten möchte oder er nutzt die sogenannte Wächterfunktion – damit können Informationen/Warnungen für den jeweiligen Standort empfangen werden. Weiterhin verfügt BIWAPP über eine Ortungs- und Notruffunktion. Somit hat der Bürger die Möglichkeit, seinen genauen Standort beispielsweise bei einem Unfall zu definieren und einen entsprechenden Notruf abzusetzen. In BIWAPP kann der Nutzer einstellen, in welchen Kategorien er Benachrichtigungen erhalten möchte – zur Auswahl stehen beispielsweise Verkehrsinformationen, Schulausfälle, Bombenfund, Großbrand oder Seuchenfall. Schnittstellen gibt es zum Deutschen Wetterdienst und zu den Landeshochwasserzentralen. BIWAPP wurde von der Marktplatz GmbH in Zusammenarbeit mit mehreren Kommunen, kreisfreien Städten und weiteren Katastrophenschutzbehörden entwickelt. Das Landratsamt bietet mit BIWAPP eine weitere Möglichkeit, die Bevölkerung im Katastrophenfall zu warnen. Parallel dazu sollen über BIWAPP neben Warnmeldungen auch regional relevante Informationen an die Bevölkerung gegeben werden können.

Sturmschaden-2018.JPGWas kostet die App den Nutzer?

Beide Apps – BIWAPP und NINA – können von jedem Bürger kostenlos über die entsprechenden Download-Portale auf das Smartphone geladen werden.

Die Kosten für BIWAPP belaufen sich für das Landratsamt auf ca. 2.500 Euro pro Jahr. Die App NINA wird für die nächsten zwei Jahre kostenlos für die Landkreise und kreisfreien Städte zur Verfügung gestellt.

 

 

Sturmschaden 2018

NINA – die nationale Warnapp

Über diese App können alle wichtigen Warnmeldungen des Bevölkerungsschutzes,  Wetterwarnungen und Hochwasserinformationen empfangen werden. Technischer Ausgangspunkt ist das modulare Warnsystem des Bundes (MoWaS), zu welchem in Sachsen derzeit die Integrierte Regionalleitstelle Ostsachsen und das Führungs- und Lagezentrum des Sächsischen Innenministeriums Zugang haben. NINA warnt für Orte, die der Bürger individuell einstellen kann, aber auch für den aktuellen Standort. Weiterhin enthält diese App Notfalltipps, die den Bürger über das Verhalten in Gefahrensituationen informiert. Die App NINA wurde vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe in Kooperation mit weiteren Partnern entwickelt. Sie wird vom Bund über den Freistaat Sachsen zur Verfügung gestellt. BIWAPP ist vor allem von regionaler Bedeutung. NINA sollten sich vor allem diejenigen zulegen, die viel in Deutschland umherreisen.

Kontakt:

Landratsamt Sächsische Schweiz-Osterzgebirge
Amt für Sicherheit und Ordnung
Tel.: 03501 515-4301
E-Mail: sicherheit-und-ordnung@landratsamt-pirna.de


 

Machbarkeitsstudie zur Errichtung eines Bau- und Kulturzentrums

Machbarkeitsstudie_Flyer.jpg


 

Gebäude-Check

Verbraucherzentrale Sachsen.pngWas tun bei hohen Strom- und Heizkosten?

 

Wie schnell sich die Rädchen im Stromzähler drehen, liegt meist in eigener Hand. Um Energieverbrauchsfallen zu finden, ist es wichtig, sich einen Überblick über den Strom- und Wärmeverbrauch zu verschaffen. Private Haushalte, Wohnungseigentümer sowie private Vermieter erhalten Hilfe durch die anbieterneutralen Energieberater der Verbraucherzentrale Sachsen. Diese kommen ins Haus und bewerten die energetische Situation vor Ort. Im Ergebnis erhalten Sie einen Bericht mit den Ergebnissen dieses Gebäude-Checks sowie Handlungsempfehlungen. Der Gebäude-Check hat einen Wert von 226,00 Euro. Der Eigenkostenanteil für den Verbraucher beträgt aber nur 20,00 Euro. Die Differenz trägt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Einen Termin gibt es unter Telefon 0173 4091961.


 

Information zu Schutzmaßnahmen von Weidetieren vor Wölfen in Sachsen

Empfehlungen aus dem Sächsischen Wolfmanagement

Auch wenn sich Wölfe in Sachsen nicht überall territorial etabliert haben, muss in ganz Sachsen mit ihrem Auftauchen gerechnet werden.

Anlässlich der bevorstehenden Weidesaison sollte darum jeder Tierhalter die Schutzmaßnahmen für seine Weidetiere vor Wolfsübergriffen überprüfen und ggf. verbessern. Wenn es zu Übergriffen von Wölfen auf Nutztiere kommt werden Schafe, Ziegen und Wild im Gatter am häufigsten von Wölfen gerissen, da sie gut in deren Beuteschema passen. Wölfe unterscheiden nicht zwischen Wild- und Nutztier, daher ist es wichtig, dem Wolf den Zugang zu Nutztieren zu erschweren.

Herdenschutzmaßnahmen garantieren zwar keinen 100 %-igen Schutz, können jedoch Übergriffe durch den Wolf effektiv reduzieren. Nachfolgende Maßnahmen haben sich gemäß den hiesigen sowie internationalen Erfahrungen als wirkungsvoll erwiesen.

Schafe, Ziegen und Wild in Gattern

Elektrozäune mit einer Höhe von 100 cm bis 120 cm bieten einen wirksamen Schutz. Sowohl Netzzäune als auch stromführende Litzenzäune (mit mindestens fünf Litzen) sind geeignet. Wo die Möglichkeit besteht, ist das Einstallen über Nacht bei kleineren Tierbeständen empfehlenswert.

Festzäune aus Maschendraht, Knotengeflecht oder ähnlichem Material verursachen, anders als Elektrozäune, beim Wolf keinen Schmerz, wenn er diese berührt. Erfahrungsgemäß können sie von Wölfen leicht untergraben, übersprungen oder überklettert werden, weshalb sie nicht empfohlen werden.

Bei Wildgattern ist besonders auf einen Schutz vor dem Untergraben der Umzäunung durch den Wolf zu achten. Um dies zu verhindern, kann zusätzlich eine Zaunschürze aus Knotengeflecht oder eine bodennahe, stromführende Drahtlitze verwendet werden.

Tierhalter sollten ihre Zäune regelmäßig auf Schwachstellen prüfen und diese ggf. zeitnah beseitigen. Die Umzäunung darf keine Durchschlupfmöglichkeiten bieten und alle Seiten der Koppel müssen geschlossen sein. Über offene Gräben oder Gewässer können Wölfe leicht eindringen. Bei stromführenden Zäunen sind eine ausreichende Spannung (mind. 2.500 V) über die gesamte Zaunlänge und eine gute Erdung wichtig. Die Zäune sollten nicht durchhängen, sondern die empfohlene Höhe von 100-120 cm auf der gesamten Zaunlänge aufweisen. Außerdem sollte die Koppel nicht zu klein sein, damit die Tiere bei einem versuchten Übergriff durch einen Wolf genügend Platz zum Ausweichen haben und nicht ausbrechen.

Rinder und Pferde

Aufgrund der Seltenheit von Wolfsübergriffen auf Rinder und Pferde in Sachsen, gibt es für diese Nutztierarten derzeit keinen definierten Mindestschutz. Die Zahlung von Schadensausgleich ist also nicht an die Einhaltung bestimmter Schutzmaßnahmen gebunden. Beim Bau von Weidezäunen sollte allerdings die gute fachliche Praxis in der Weidetierhaltung (siehe AID-Broschüre „Sichere Weidezäune“, ISBN 978-3-8308-1221-0) Beachtung finden. Möchten Rinder- oder Pferdehalter ihre Koppel sicherer gestalten, ist ein stromführender Litzenzaun, bestehend aus 5 Litzen (Litzenhöhe: 20, 40, 60, 90, 120 cm), empfehlenswert.

Kälber und Fohlen, die sich in der Herde befinden, sind in der Regel durch die Wehrhaftigkeit der erwachsenen Tiere geschützt. Das Risiko eines Übergriffs steigt, wenn Jungtiere die Möglichkeit haben, sich aus der Koppel zu entfernen. Die Zäune sollten daher so aufgebaut sein, dass Jungtiere die Koppel nicht verlassen können. Hierfür sind stromführende Litzenzäune (siehe oben) gut geeignet.

Beratung zur Förderung von Herdenschutzmaßnahmen

Schaf- und Ziegenhalter sowie Betreiber von Wildgattern haben die Möglichkeit, sich im Rahmen der Förderrichtlinie "Natürliches Erbe" NE / 2014 Herdenschutzmaßnahmen gegen Wolfsangriffe (Anschaffung von Elektrozäunen, Flatterband und Herdenschutzhunden, Installation von Unterwühlschutz bei Wildgattern) fördern zu lassen. Dies gilt sowohl für Hobbyhalter als auch für Tierhalter im landwirtschaftlichen Haupt- und Nebenerwerb. Der Fördersatz liegt bei 80 % der förderfähigen Ausgaben (vom Netto).

Bei Fragen zum Herdenschutz bzw. zur Förderung von Schutzmaßnahmen stehen den Tierhaltern folgende Ansprechpartner zur Verfügung:

Herr Klausnitzer vom Fachbüro für Naturschutz und Landschaftsökologie in Roßwein, OT Haßlau (Tel. 0151 50551465, Email: Herdenschutz@Klausnitzer.org), zuständig für die Landkreise Nordsachsen, Leipzig, Mittelsachsen, Zwickau, Erzgebirge und Vogtland sowie die Städte Leipzig und Chemnitz.

Herr Klingenberger von der Biosphärenreservatsverwaltung in Malschwitz, OT Wartha (Tel.: 0172 3757 602, Email: andre.klingenberger@smul.sachsen.de), zuständig für die Landkreise Görlitz, Bautzen, Meißen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge sowie die Stadt Dresden.

Die Beratung ist kostenfrei und kann auch vor Ort stattfinden.

Schadensausgleich

Im Freistaat Sachsen werden Schäden, bei denen der Wolf als Verursacher festgestellt oder nicht ausgeschlossen werden kann, auf Grundlage von § 40 Abs. 6 SächsNatSchG finanziell ausgeglichen. Dies gilt für alle Haus- und Nutztierarten.

Bei Schaf- und Ziegenhaltern sowie Betreiber von Wildgattern ist der Anspruch auf Schadensausgleich an die Einhaltung der Kriterien für den Mindestschutz gebunden. Dazu gehören für Schaf- und Ziegenhalter mind. 90 cm hohe Elektrozäune mit ausreichender Spannung (mind. 2500 V) oder für Schaf- und Ziegenhalter sowie Betreiber von Wildgattern mind. 120 cm hohe Festzäune. Die Koppel muss zudem an allen Seiten auch zu Gewässern geschlossen sein und überall einen festen Bodenabschluss aufweisen.

Halter von Rindern, Pferden oder anderen Haus- und Nutztierarten haben bei einem Wolfsübergriff, unabhängig vom Mindestschutz, Anspruch auf Schadensausgleich.

Voraussetzung für die Zahlung von Schadensausgleich ist eine Begutachtung durch einen Mitarbeiter des zuständigen Landratsamtes vor Ort. Dafür muss die Meldung des Schadens durch den Tierhalter zeitnah innerhalb von 24 Stunden an das Landratsamt erfolgen. Außerhalb der Dienstzeiten des Landratsamtes, an Wochenenden oder Feiertagen, kann der Kontakt zu den Rissgutachtern auch über die Rettungsleitstellen hergestellt werden.

Im Monitoringjahr 2016/2017 wurden im Freistaat Sachsen 14 Wolfsrudel und 4 Wolfspaare nachgewiesen. Der Wolf breitet sich weiter aus, so dass auch außerhalb der bekannten Wolfsgebiete jederzeit fast überall im Freistaat mit Wölfen gerechnet werden kann.

Hinweise aus der Bevölkerung, vor allem Sichtungen von Wölfen, liefern wichtige Informationen über das Vorkommen, die Entwicklung und das Verhalten der Wölfe. Bitte melden Sie Wolfshinweise an Ihr Landratsamt, an das Kontaktbüro „Wölfe in Sachsen“ (s. unten) oder an das LUPUS Institut für Wolfsmonitoring und -forschung in Deutschland (Tel. 035727 57762, kontakt@lupus-institut.de).

Mehr Informationen zum Wolf in Sachsen:

Kontaktbüro „Wölfe in Sachsen“

Am Erlichthof 15

02956 Rietschen

Tel. 035772 46 76 2

Fax. 035772 46 77 1

E-Mail: kontaktbuero@wolf-sachsen.de

Internet: www.wolf-sachsen.de


 

Sturmholz im Privatwald – Schadensaufnahme, Holzaufarbeitung, Borkenkäfergefahr

In den vergangenen Herbst- und Wintermonaten haben gleich mehrere Stürme dem Wald in unserer Region stark zugesetzt. Über alle Waldbesitzarten hinweg liegen vornehmlich Nadelhölzer geworfen und gebrochen am Boden. Besonders vereinzelt liegende Stämme werden rasch übersehen und machen die Aufarbeitung mühselig. Diese Hölzer bieten ideales Brutmaterial für die Borkenkäferarten und führen zu einer starken Gefährdung benachbarter Nadelholzbestände.

Für die Waldbesitzer gilt jetzt folgendes:

  • Alle Waldflächen gründlich auf vorhandenes Schadholz (geworfene und gebrochene Stämme, angeschobene Bäume und heruntergebrochene Kronen) prüfen.
  • Schadholz so rasch wie möglich aufarbeiten oder aufarbeiten lassen und aus dem Wald verbringen.
  • Spätestens, wenn mehrere Tage Temperaturen um 16° C  erreicht werden, regelmäßige Kontrolle der Waldbestände auf Borkenkäferbefall (Braunes Bohrmehl am Stammfuß, Harztröpfchen/Harzfluss am Stamm, abfallende Rindenstücke, Spechtabschläge)

Bei längerfristiger Holzlagerung ist ein Mindestabstand von 500 m (besser weiter) zu Waldflächen (Nadelholzbestände) zu berücksichtigen. Ziel ist es, bruttaugliches Holz vor Beginn der ersten Schwarmperiode der Borkenkäferarten, die Ende April/Anfang Mai beginnt, aus dem Wald zu entfernen und damit einer verstärkten Vermehrung der Borkenkäferpopulationen vorzubeugen.

Weißes Bohrmehl an frisch eingeschlagenem Holz ist ein Zeichen für den Befall durch den Gestreiften Nadelnutzholzborkenkäfer. Diese Borkenkäfer legen im Holz ihre Eier ab und schleppen in die dafür angelegten Gänge Pilze ein, die das Holz schwarz verfärben. Beides führt zu erheblicher Wertminderung des Holzes. Unter bestimmten Voraussetzungen können geeignete Firmen mit spezieller Zertifizierung gefährdete Polter chemisch behandeln.

Die Bemühung um eine zeitnahe Aufarbeitung der Schäden im Privatwald obliegt dem Waldbesitzer. Die Aufarbeitung von Sturmholz sollte soweit wie möglich speziell ausgebildeten Fachfirmen überlassen werden. Insbesondere größere Wurf- und Bruchverhaue sollten nur mit forstlicher Großtechnik entzerrt werden. Momentan sind die Kapazitäten der Forstunternehmer vor Ort, aufgrund der großflächigen Schadsituation, stark ausgelastet.

Bei der eigenständigen Sturmholzaufbereitung ist zwingend auf die Belange von Arbeitssicherheit und Unfallverhütung bei Waldarbeiten zu achten, d. h. das Tragen von Helm, Schnittschutz- & Warnkleidung ist obligatorisch. Aus Sicherheitsgründen (Rettungskette) ist es besonders wichtig, im Wald niemals alleine zu arbeiten. Darüber hinaus ist die Teilnahme an einer speziellen Schulung zum sachkundigen Umgang mit der Motorsäge, insbesondere für die Aufarbeitung von unter Spannung stehendem Holz, nicht zuletzt im Hinblick auf Unfallversicherungsbelange, sehr zu empfehlen. Diese Schulung bietet u. a. der Forstbezirk Bärenfels (SBS) an.

Der Holzmarkt ist momentan ebenfalls durch das erhöhte Aufkommen von Schadholz geprägt.  Dadurch gestaltet sich der Holzabsatz zurzeit schwierig.

Zur Bewältigung größerer Mengen von Schadholz stehen Ihnen die Revierförster für Privat- und Körperschaftswald gerne beratend zur Seite. Sie vermitteln im Bedarfsfall den Kontakt zu den Forstunternehmen.

Revier Altenberg

(Gemeinden Glashütte, Altenberg, Hermsdorf/Erzgebirge)       

Herr Göbel         035056 23710                   Stephan.Goebel@smul.sachsen.de

Revier Spechtshausen

(Gemeinden Hartmannsdorf-Reichenau, Klingenberg, Dippoldiswalde, Freital, Kreischa, Wilsdruff)

Herr Hänel          035203 39066                   Matthias.Haenel@smul.sachsen.de

Weitere Beratungs- und Unterstützungsleistungen erhalten Waldbesitzer auch bei den Forstbetriebsgemeinschaften. Für den Bereich des Forstbezirkes Bärenfels sind das die FBG „Freiberger Land“ sowie die FBG „Gutsholz“.

Weitere Informationen zur Privatwaldbewirtschaftung im Waldbesitzerportal unter:

https://www.sbs.sachsen.de/waldbesitzer-portal-8319.html


 

Regelungen zum Baumschutz

Hinweis zum Fällungszeitraum

Gehölze dürfen gemäß § 39 Abs. 5 Nr. 2 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) nur in der Zeit vom 1. Oktober bis 28./29. Februar gefällt werden. Innerhalb der Vegetationszeit (vom 1. März bis 30. September) ist das Fällen von Gehölzen verboten. Die untere Naturschutzbehörde beim Landratsamt Sächsische Schweiz-Osterzgebirge kann auf Antrag Ausnahmen zulassen.

Das Antragsformular und alle erforderlichen Hinweise dazu finden Sie auf der Internetseite www.landratsamt-pirna.de.

Bei Fragen können Sie sich auch gern an die Stadtverwaltung Wilsdruff, Herr Balkowski (Tel. 035204 463-316), wenden.